18. November 2009
Wichtig für die kindliche Enwicklung: Gesunde Milchzähne
Englische Wissenschaftler schlagen Alarm, denn: Viel zu kurz putzen Eltern
ihren Kleinkindern die Zähne. Die durchschnittliche Putzdauer für
die Frontzähne beträgt 10 Sekunden, für die Seitenzähne
13 Sekunden. Die übrige Zeit vergeht mit anderen Aktivitäten wie
Ausspülen, Kauen auf der Zahnbürste und Sonstiges.
Das
ist das Ergebnis einer Pilotstudie, bei der Eltern gebeten
wurden, über
einen Zeitraum von 24 Stunden jedes Zähneputzen bei
ihrem Kleinkind vom jeweiligen anderen Elternteil mit einer
Videokamera filmen zu lassen. 89 % der Eltern putzen den durchschnittlich
2,5 Jahre alten Kindern die Zähne zweimal täglich. Hauptsächlich
wurden die Zähne von der Mutter geputzt.
Die meisten Eltern beurteilen die
Zahnpflege bei ihren Kindern als sehr effektiv und als nicht
verbesserungsbedürftig. Die Untersucher waren überrascht, hatten sie doch eine gründlichere
Zahnpflege durch die Eltern erwartet. Das Ziel der englischen Empfehlung
sollte sein, die Kleinkinderzähne zweimal täglich 3 Minuten lang
mit System zu putzen.

Die Gewohnheiten hinsichtlich des Zähneputzens
entwickeln sich in den ersten Lebensjahren eines Kindes. Daher werden die
Eltern in fast alle Prophylaxe-Programme mit einbezogen. Möglicherweise
in noch nicht ausreichendem Maße.
Um bei ihren Kleinkindern und Vorschulkindern
die genannten Fehler zu vermeiden, soll hier entsprechend
informiert werden und Werkzeuge für eine gesunde Entwicklung der Kinder
mit an die Hand gegeben werden.
Kein Zucker - keine Karies
Löcher
in den Zähnen
(Karies) entstehen durch häufigen Konsum zuckerhaltiger Getränke
und Nahrungsmittel sowie durch ungenügende Zahnpflege. Die Bakterien
in den Zahnbelägen (Plaque) verarbeiten den Zucker innerhalb weniger
Minuten zu Säuren, die den Zahn angreifen und zerstören können.
Nach dem Essen sollten die Zähne des Kindes gereinigt werden.
Zwischenmahlzeiten
sollten keinen Zucker enthalten - weder in fester noch in flüssiger
Form. Nach dem Essen sollten die Zähne der Kinder gereinigt werden
Zwischenmahlzeiten sollten keinen Zucker enthalten - weder in fester
noch in flüssiger Form.
Säuglinge
Der Flüssigkeitsbedarf
des Säuglings ist mit den Milchmahlzeiten gedeckt. Bei warmem Wetter
ist jedoch Mineral- oder Leitungswasser der beste Durstlöscher.
Zuckerhaltige
Kinder-Tees, Fruchtsäfte, Sirup und Eistee sind ungeeignet.
Die Schoppenflasche
nie zum Dauernuckeln ins Bett oder in den Kinderwagen geben.
Dauernuckeln an der Flasche oder der Brust kann nämlich Karies verursachen.
Sie benötigen keine gezuckerten Breie. Schnuller dürfen nie in
Honig oder Zucker eingetaucht werden.
Die Umstellung von
der Schoppenflasche zur Tasse ist nach 12 Monaten angebracht.
| Wichtig
zu wissen! |
Kariesbakterien können übertragen
werden!
Das Ablecken von Schnullern, Löffeln, usw. soll vermieden werden, da sonst
kariesfördernde Bakterien von der Betreuungspeson auf das Baby übertragen
werden können.
Wenn Babys zahnen ...
In der Regel verläuft bei Kindern das Zahnen ohne große Probleme.
Massage mit einer weichen Zahnbürste oder ein Beißring helfen dem
Baby. Bei heftigen Schmerzen kann etwas Zahnungs-Gel verwendet werden. Homöopathische
Kügelchen enthalten oft Milchzucker und können zu Karies führen.
Zähne bürsten, sobald der
erste Zahn durchbricht ...
Säuglinge
erkunden die Welt über ihren Mund und die Zunge.
Dies kann für die Angewöhnung an die Zahnbürste
ausgenutzt werden. Sobald die ersten Zähne erscheinen
(zwischen 2 und 8 Monaten), müssen sie mit einer
weichen Kinderzahnbürste und einer erbsengroßen
Menge einer fluoridhaltigen Kinderzahnpasta gebürstet
werden.
Wenn das Kind älter wird, können
Sie sein ausgeprägtes Nachahmungsverhalten ausnutzen,
indem Sie gemeinsam die Zähne putzen und dem Kind
den spielerischen Umgang mit der Zahnbürste zeigen.
Ihr Kind möchte bald selber die Zähne bürsten.
Lassen Sie es machen, bürsten Sie aber immer nach. |
Quelle: Herbst 2006 - Patienten
Umschau
weitere News finden Sie hier