17. Februar 2009
Milchgebiss: Eltern wissen zu wenig.
Grund für Karies im Milchgebiss: falsche Ernährung

Eltern von Kleinkindern wissen nicht genug über die Kariesgefahr für
das Milchgebiss. Falsche Ernährung und zuckerhaltige Getränke sind
Hauptursachen für die Zahnkrankheit.
Süße Zwischenmahlzeiten und zuckerhaltige Getränke: Junge Eltern
sind sich oft nicht bewusst, was diese Ernährung am Milchgebiss ihres Nachwuchses
anrichtet. In einer aktuellen Studie befragten die Landeszahnärztekammer
Thüringen, die Landesarbeitgemeinschaft
Jugendzahnpflege Thüringen und das Universitätsklinikum Jena 986 Mütter
von ein- bis siebenjährigen Kindern zu Eßgewohnheiten, Zahnhygiene
und Prophylaxe. Außerdem untersuchten die Forscher Speichenproben von 395
Kleinkindern auf ihren Gehalt an Karies verursachenden Bakterien (Mutans-Streptokokken).
Das Ergebnis: Etwa jedes zweite Kind trank zu oft und zu lange aus der Babyflasche
- nicht nur bei Durst, sondern auch zum Einschlafen und während nächtlicher
Wachzeiten und zur Beruhigung.
Auch im Hinblick auf Zahnarztbesuche des Nachwuchses
brachte die Studie Defizite ans Licht. Nur die Hälfte der Eltern stellte
ihr Kind bereits nach dem ersten Zahndurchbruch einem Zahnarzt vor. Darüber
hinaus sollten sich Eltern klarmachen, dass sie ausreichend Zeit in die Zahnpflege
ihres Sprösslings investieren müssen. Nachputzen und die Systematik
des Putzens sind Grundlagen für die Gesundheit der Kinderzähne. In
Thüringen müssen nach Erhebungen der Landesarbeitsgemeinschaft für
Jugendzahnpflege 14 % der Zwei- bis Dreijährigen wegen Karies behandelt
werden, weitere 12 % gehören zur für Karies besonders auffälligen
Risikogruppe. Die Arbeitsgemeinschaft organisiert daher zahnmedizinische Betreuung
von Kindertagesstätten durch ihre 14 angestellten Prophylaxehelferinnen
und mehr als 600 niedergelassene Patenschaftszahnärzte.
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