Home Leistungen Team Netzwerk News Links Kontakt Forum
Dr. Koch & Partner
Zu den News


   NaturMedizin trifft ZahnMedizin
   Prophylaxe
   Kieferorthopädische Frühbehandlung
   Biologische Kieferorthopädie
   Erwachsenen-Kieferorthopädie
   Prävention in der Schwangerschaft
   Zahnarztangst
   Kinder-Schlafmedizin

Für alle Fragen rund um die Gesundheit Ihres Kindes: Zwei Heilpraktikerinnen und eine Physiotherapeutin ergänzen das Team der Kinderzahnheilpraxis Dr. Wolfgang Koch und Partner.

Zum Netzwerk

Benutzerdefinierte Suche
Kieferorthopädische Frühbehandlung
Habits = Schädliche Gewohnheiten
Lutschgewohnheiten deformieren den Kiefer
Parafunktionen
KIDD + KISS schadet Kids
Vorzeitiger Milchzahnverlust


Eine kieferorthopädische Behandlung wird in der Regel aus entwicklungsphysiologischen Gründen, meist in der 2. Phase des Zahnwechsels, d. h. im Alter von 9 – 14 Jahren durchgeführt.

Es kann aber sinnvoll sein, ggf. bereits vom Säuglingsalter an, zahnärztliche und kieferorthopädische Prophylaxe zu betreiben, um eine regelrechte Gebissentwicklung zu fördern.

Hierzu gehören die Ernährungsberatung, die Kariesprophylaxe (wie z.B. Zähneputzen ab dem 1. Milchzahn, regelmäßige Besuche von früh an beim (Kinder) Zahnarzt, die Vermeidung bzw. das Abgewöhnen von schädlichen Gewohnheiten (wie z. B. das Daumen-, Fingerlutschen, den Schnuller, das Zungenpressen, das Zähneknirschen…)

Bei der Abgewöhnung dieser schädlichen Gewohnheiten kommen vor konfektionierte Geräte, wie z. B. die Mundvorhofplatte, der Trainer zum Einsatz.

Zahnfehlstellungen und Kieferanomalien sind zum größten Teil erworben, d. h. selbst verschuldet. Nur wenige Zahnfehlstellungen sind vererbt oder angeboren. Eine klare Trennung oder Abgrenzung ist oftmals nicht möglich, da die erblichen Anomalien durch schädliche Gewohnheiten, die das Ausmaß der Fehlstellungen noch verstärken können, überlagert werden.


HABITS = SCHÄDLICHE GEWOHNHEITEN

Alle Lutschgewohnheiten und schädliche Dysfunktionen (Habits), wie Fehlhaltung der Lippen oder falsches Schlucken (Zungenpressen), Zähneknirschen sind neben dem vorzeitigen Milchzahnverlust durch Karies die häufigsten Ursachen erworbener Kieferanomalien. Sie treten frühzeitig im Milchzahngebiss auf. Bleiben sie unbehandelt oder wird das Lutschen nicht rechtzeitig abgewöhnt, finden sich ein Großteil in meist stärkerer Form im Wechsel- oder permanenten Gebiss wieder. Erworbene Kieferfehlstellungen sind durch eine frühe und gezielte kieferorthopädische Prophylaxe (Vorsorge) vermeidbar. Eine Selbstheilung ist durch das Einsetzen geeigneter Maßnahmen, wie die Mundvorhofplatte oder den Trainer möglich, wenn die schädliche Angewohnheit abgewöhnt wird.

nach oben


LUTSCHGEWOHNHEITEN DEFORMIEREN DEN KIEFER

Die dauernde Einlagerung von Fremdkörpern, z. B. Daumen, Finger, ein Flaschen- oder Beruhigungssauger über das 3. Lebensjahr hinaus, führen zu einem offenen Biss.
Das Saugen am Daumen führt zusätzlich zu einer Verengung des Oberkiefers, was wiederum zu einem Kreuzbiss und zu einer Behinderung der Vorentwicklung des Unterkiefers führen kann.

nach oben


PARAFUNKTIONEN

Unnatürliche Tätigkeiten im Bereich des Kauapparates, z. B. Knirschen, Pressen, Mundatmung (manchmal hervorgerufen durch große Tonsillen, Mandeln), Haltungsschäden des Bewegungsapparates, z. B. Kiss-Syndrome, haben Einfluss auf den gesamten Körper und können mit einer kieferorthopädischen Frühbehandlung positiv beeinflusst werden.

Die Atmung wird beeinflusst durch:
  • die Lage des Unterkiefers: Rückbiss des Unterkiefers
  • die Größe, Lage, Breite des Oberkiefers
  • Genetische Defekte: z. B. Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalte, Down-Syndrom
  • Lymphatische Organe: Lage und Größe der Tonsillen / Adenoide
  • die Lage der Zunge
  • Funktion und Größe der Zunge
  • Habits: z. B. Daumenlutschen

Auch das kindliche Schnarchen wird über die o. g. Faktoren gesteuert. Kinder, die nachts schnarchen werden morgens „unausgeschlafen“ wach und sollten zur Abklärung der Ursache des Schnarchens einem Kieferorthopäden vorgestellt werden.

nach oben


KIDD + KISS SCHADET KIDS

Funktionelle Störungen der oberen Halswirbelsäule werden als Kopf-Gelenk-Induzierte-Symetrie-Störung (KISS) bezeichnet.

Diese Störungen führen zu Symetriestörungen und dadurch zu Haltungsabweichungen bei Kindern, die sich auch im Mund widerspiegeln können, auch Fehlentwicklungen der gesamten Sensomotoriken gehen damit einher.

Spätfolgen unbehandelter Schiefhaltungen werden unter dem Begriff Kopf-Gelenk-Induzierte Dysgnasie und Dysprosie (KIDD) zusammengefasst.

Dieses Krankheitsbild ist eine Umschreibung für Wahrnehmungsstörungen, die das Erlernen von Denk- und Bewegungsabläufen oder das Aufrufen von bereits erlernten Abläufen beeinträchtigt und zum anderen Urasche für eine Ungeschicklichkeit im fein- oder grobmotorischen Bereich. Eine verzögerte Sprachentwicklung, Verhaltensauffälligkeiten, Konzentrationsstörungen oder Hyperaktivität sind mögliche Folgen unbehandelter frühkindlicher Schiefhaltungen, die sich auch nachteilig auf die schulische Entwicklung (z. B. Rechtschreib-Lese-Schwäche) dieser Kinder auswirken können.

nach oben


VORZEITIGER MILCHZAHNVERLUST

Der (Kinder-) Zahnarzt sollte bei vorzeitigem Milchzahnverlust durch Trauma oder Karies mit den Eltern besprechen, dass es notwendig ist, diese Lücke offen zu halten, damit der Platz für den nachfolgenden bleibenden Zahn erhalten bleibt. Dies könnte durch herausnehmbare oder festsitzende Platzhalter geschehen.

Der Vorteil des festsitzenden Platzhalters liegt darin, dass keine große Disziplin erforderlich ist diesen zu tragen und dieser wirklich den ganzen Tag und die ganze Nacht die Lücke offen hält.

Im Gegensatz zu den vorgenannten Punkten gibt es Kieferanomalien, die nicht mit vorgefertigten Apparaten behandelt werden.

Hierzu gehören:

  • die Progene (Vorbiss)
  • die Retragnie (extrem vergrößerte Frontzahnstufe)
  • der laterale Kreuzbiss
  • extreme Formen des frontal offenen Bisses
  • traumatisch (Unfall) bedingte Kieferanomalie
  • Fehlentwicklungen bei Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalten; Morbus-Down; Pierre-Robin-Syndrom, die sich meist von Geburt an in interdisziplinärer Betreuung befinden.
Therapiemaßnahmen im Milchzahngebiss werden in einem Alter von frühestens 4 Jahren je nach Kooperationsbereitschaft seitens des Kindes begonnen.

Als Behandlungsgeräte kommen individuell hergestellte herausnehmbare Geräte (funtionskieferorthopädische Apparate, wie Bionatoren, Aktivatoren, …), seltener festsitzende Geräte (Quadhelix, Gaumennahterweiterung), extraorale Geräte (Delaire Maske, Kopf-Kinn-Kappe) zum Einsatz.

In den meisten Fällen ist die Umbaubereitschaft des Milchzahngebisses auf kieferorthopädischen Maßnahmen so gut, dass das therapeutische Ziel schnell erreicht wird.

Generell sollten Kinder ab dem 4. Lebensjahr einem Kieferorthopäden vorgestellt werden, damit frühzeitig abgeklärt werden kann, ob und wann es sinnvoll ist eine kieferorthopädische Frühbehandlung einzuleiten / zu beginnen.

Hier gilt das Motto: „Lieber ein Mal zu viel, als ein Mal zu wenig!“