Home Leistungen Team News Links Kontakt Forum
Dr. Koch & Partner
   NaturMedizin trifft ZahnMedizin
   Prophylaxe
   Kieferorthopädische
    Frühbehandlung

   Biologische Kieferorthopädie
   Erwachsenen-Kieferorthopädie
   Prävention in der Schwangerschaft
   Zahnarztangst
   Kinder-Schlafmedizin
Mögliche Auswirkungen von fehlendem oder unzureichendem Stillen
Benutzerdefinierte Suche
WAHL DER SCHRIFTGRÖßE:       
Behandlung von Entwicklungsstörungen
bei Kindern im naturheilkundlichen Netzwerk
Ursachen einer Entwicklungsstörung

Nur etwa jede 5. Kieferfehlentwickung ist genetisch bedingt. Erblich veranlagt können zum Beispiel fehlende Zahnanlagen bzw. zu viele Zähne, ein Missverhältnis zwischen Zahn- und Kiefergröße oder Wachstumstendenzen im Knochensystem sein. Sehr viel häufiger liegt die Ursache für die Fehlentwicklung in ungünstigen Gewohnheiten, wurde also erworben. Für die Entstehung der Kieferanomalie sind in vielen Fällen falsche Atmung (Mund- statt Nasenatmung), falsches Schluckverhalten, unkorrekte Zungenlage oder Fehlhaltung verantwortlich.

1. Falsche Atmung durch unzureichendes Stillen

Nicht selten liegt der Beginn der Entwicklungsstörung bereits im Säuglingsalter. Kinder, die ausreichend gestillt werden, lernen durch das Saugen an der Mutterbrust auf ganz natürliche Weise, richtig zu atmen und zu schlucken. Im Normalfall saugt das Kind mit geschlossenen Lippen. Beim Saugen an der Brust werden durch verschiedene Mund- und Rachenbewegungen zahlreiche Muskeln trainiert. Das bringt Wachstumsanreize für die Kieferentwicklung, fördert die Nasenatmung und stärkt dadurch die Abwehr gegen Infekte.

Wird ein Kind nicht oder nicht ausreichend gestillt, kann es ein normales Saug- und Schluckverhalten nicht erlernen. Die natürlichen Schluck- und Atmungsvorgänge sind gestört. Folge ist eine Erschlaffung der Lippen, Wangen und Zungenmuskulatur des Kindes. Kinder, die vorwiegend durch den Mund atmen, schließen ihre Lippen nicht richtig. So wird eine ständige Fehllage der Zunge verursacht. Die Lage des Zungenbeins verändert sich; die Fehlfunktion der Zunge bewirkt eine Verformung des noch weichen Ober- und Unterkiefers. Die Nasen- und Nasennebenhöhlen werden schlecht entwickelt. Das Risiko von Nebenhöhlenentzündungen steigt. Die schlechte Durchatmung der Nasennebenhöhlen führt außerdem zur Lymphstaus.

Nur eine gute Nasenatmung erlaubt unbeengtes Wachstum und eine einwandfreie Funktion des Nasen- und Rachenraums. Wird überwiegend durch den Mund geatmet, kann die Nasen- und Kieferhöhle ihre wichtige Funktion der Luftreinigung und Abwehrleistung sowie das Anwärmen der eingeatmeten Luft nicht mehr erfüllen. Die Versorgung des Gehirns mit Sauerstoff wird reduziert. In der Folge kann es zu Lernproblemen, Konzentrationsschwächen oder Unruhe kommen. Auch für eine erhöhte Infektanfälligkeit ist die Ursache häufig eine Mundatmung.

2. Schluckfehler

Beim normalen Schluckmuster wird die Speise nach dem Abbeißen und Zerkleinern der Nahrung mit dem Speichel vermischt und zu einem Speisebrei geformt, der auf der Zunge platziert wird. Danach drückt die Zungenspitze hinter die vorderen Schneidezähne, ohne jedoch einen Zahn zu berühren. Durch eine wellenförmige Zungenbewegung wird die Speise am Gaumen entlang in den Rauchen befördert, wo der Schluckreflex ausgelöst wird. Weicht das Schluckmuster von der Norm ab, wird die Zunge beim Schlucken anstatt gegen den Gaumen gegen oder zwischen die Zähne gedrückt. Im Gegensatz zum Gaumen können diese der Zungenkraft nicht standhalten. Es kann zu einer Bissverschiebung bis hin zur Verformung der Kiefer kommen. Häufige Folge solcher myofunktionellen Störungen sind Haltungsschwächenvund skelettale Störungen.

3. Zungenhaltungsstörung

Eine fehlerhafte Bewegung der Lippen und Zungenmuskulatur und eine falsche Zungenlage kann zu Sprach- und Artikulationsstörungen führen. Schon durch eine veränderte Zungenruhelage kann die Aussprache gestört sein. Die bekannteste Form einer solchen Sprachstörung ist das Lispeln. In vielen Fällen wird eine unkorrekte Zungenlage durch seelische Anspannung mit verursacht. Der durch den Stress gesteigerte Muskeltonus des ganzen Körpers lässt die Zunge nach vorne drängen.

4. Haltungsfehler

Die Regulation und Steuerung der Körperhaltung ist eine Funktion des Kleinhirns. Afferente Informationen aus der Haut (vor allem der Fußsohle), dem muskulo-skelettalen System (Proprizeption, vor allem Kopfgelenke und craniomandibuläres System), dem Auge und dem Innenohr dienen als Grundlage für die efferente Steuerung der Stützmuskulatur. Im Optimalzustand befinden sich proprizeptorische Hemmung und Förderung im Gleichgewicht. Es erfolgt eine ökonomische Muskelarbeit gegen den Einfluss des Schwerfeldes der Erde und Störfaktoren von außen oder innen werden ausgeglichen. In diesem Fall befindet sich die Mundharmonie in Balance mit der Körperharmonie. Ist jedoch die Harmonie im Mundbereich durch eine Kieferanomalie gestört, hat dies Auswirkungen auf die Körperhaltung des Kindes. Umgekehrt können angeborene Haltungsfehler Fehlentwicklungen im Mund- und Kieferbereich fördern. Die Haltung nimmt also Einfluss auf Mundraum, Rachen und Kiefer – und umgekehrt.

Dr. med. dent. Wolfgang H. Koch

zurück zur Übersicht



© 2012 Dr. Koch & Partner - Zentrum für Kinder-ZahnMedizin & biologische Kieferorthopädie
Bahnhofstraße 38  |  44623 Herne  |  Telefon 0 23 23 / 95 25 11  |  Telefax 0 23 23 / 95 25 326
Impressum