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Naturheilkundliche Therapien im Rahmen der Entwicklungsförderung
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Behandlung von Entwicklungsstörungen bei Kindern im naturheilkundlichen Netzwerk
Naturheilkundliche Begleittherapien bei Entwicklungsstörungen

Wie eingangs erwähnt bedeutet ganzheitliche Entwicklungsförderung mehr als das Bewegen von Zähnen. Die biologische Kieferorthopädie ist bei der Therapie von Entwicklungsstörungen nur ein Teil eines Gesamtkonzeptes, nämlich der Teil, den der Zahnarzt übernehmen kann bzw. muss. Um die kieferorthopädischen Maßnahmen zu optimieren sind jedoch vor allem auch die Umwelt- und Umfeldfaktoren des Kindes von entscheidender Bedeutung. Die Beseitigung negativer Faktoren muss Teil des Therapiekonzeptes sein. Hier ist die Kompetenz des Heilpraktikers und seiner jeweiligen Behandlungsschwerpunkte gefragt.

Grundlage für die notwendigen Therapiemodule bildet die zu Beginn erarbeitete Störfaktoren-Anamnese des Heilpraktikers, die durch die zahnmedizinischen Details ergänzt wird.

Das Vorliegen eines fehlerhaften Schluckmusters beispielsweise erfordert zwingend die Durchführung einer myofunktionellen Therapie. Durch den Abbau fehlerhafter Funktionen im orafazialen System kann eine ausgeglichene physiologische (myodynamische) Balance erzielt werden. Verbesserung von Körperhaltung, Atmung und Stoffwechsel sowie die grundsätzliche Möglichkeit, mit dieser Therapie Fehlentwicklungen zu reduzieren, fördern das Kind in seiner Gesamtentwicklung.

Wird die Entwicklungsstörung durch eine psychische Störung mit verursacht, unterstützen homöopathsiche Konstitutionsmittel den Patienten, wieder in einen Zustand der körperlichen, seelischen und geistigen Harmonie zu gelangen. Die Wiederherstellung des seelischen Gleichgewichts begünstigt eine Heilung der körperlichen Störungen und ein natürliches Wachstum des Organismus.

Positive Anamnesebefunde im Bereich der mechanischen Ebene (z. B. Fehlhaltungen), aber auch auf der psychischen (Konzentrationsschwäche) oder biochemischen Ebene (Hyperaktivität, Schlafstörungen), bedingen die Notwendigkeit, Körperstatik, Haltung und Körperregulation zu optimieren. Vielfach sind hier Manuelle Therapie und Osteopathie ein wichtiger Teil der therapeutischen Arbeit. Ebenso können Craniosakral- oder Lymph-Therapie als Maßnahmen zum Einsatz kommen.

Die ausreichende Versorgung des Körpers mit Vitalstoffen ist Voraussetzung für eine gute Funktion des Stoffwechsels und zur Vermeidung von Lymphstauen. Ernährungsberatung sowie eine Ernährungs- und Vitalstofftherapie aus dem Bereich der orthomolekularen Medizin sind damit im Rahmen der Entwicklungsförderung in aller Regel unverzichtbar.

Dr. med. dent. Wolfgang H. Koch

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