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Behandlung von Entwicklungsstörungen bei Kindern im naturheilkundlichen Netzwerk
Zahnärztliche und kieferorthopädische Diagnostik unter Einbeziehung der Funktion

Hierzu gehört die Untersuchung von Lippen- und Wangenbändchen, Zungengrund, Lippenhaltung, Lippenschluss und Lippenkraft sowie die Befundaufnahme von Zähnen und Zahnfleisch. Auf der Grundlage von Abdrücken des Ober- und Unterkiefers werden exakte Kiefermodelle erstellt. So können Zähne und Kiefer außerhalb des Mundraums genau vermessen werden. Mit einem Fern-Röntgen-Seitenbild wird die Stellung der Zähne zum Kiefer ermittelt und die Richtung des Gesichts- und Kieferwachstums bestimmt.

Während die konventionelle Kieferorthopädie sich in aller Regel auf diese Methoden beschränkt, bezieht die biologische Kieferorthopädie auch die Funktion des Kauorgans ein. Denn wenn Ober- und Unterkiefer, Kaumuskeln und Zähne ungleichmäßig belastet werden entsteht eine Dysbalance, die zu Problemen in anderen Körperbereichen führen kann. In unterschiedlichen Praxisstudien konnte aufgezeigt werden, dass mehr als ein Drittel der Kinder und Jugendlichen im Alter zwischen 3 und 17 Jahren an chronischen Kopfschmerzen leiden, die durch einen Fehlbiss mitverursacht werden. Bei einem ebenso großen Anteil kommt es zu häufigem Zähnepressen oder Knirschen. Jedes vierte Kind klagt über zum Teil starke Nackenschmerzen und etwa jedes sechste über Ohrenschmerzen.

Solche Zahlen verdeutlichen einmal mehr, welcher Stellenwert der Funktion im Rahmen der zahnärztlichen Diagnostik zukommt.

Das Zusammenwirken von Zähnen, Muskulatur und Kiefergelenk wird in der biologisch orientierten Zahnarztpraxis mithilfe der manuellen Funktions- und Strukturanalyse untersucht. Dabei wird mit speziellen Belastungstests ermittelt, ob und welche Muskeln überbelastet sind. Ein Beweglichkeitstest der Halswirbelsäule zeigt, ob die Abstimmung der Kau- und Nackenmuskeln harmonisch ist.

Dr. med. dent. Wolfgang H. Koch

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